Über Unique Content als Bestandteil der Webseiten-Optimierung

“Unique Content” zu erstellen, ist der gutgemeinte Ratschlag den viele Webmaster zu hören bekommen, wenn sie auf der Suche nach Tipps zur langristigen Optimierung iherer Webseiten sind. Ein Tipp, den ich nur unterstützen kann, wenn er denn richtig verstanden und umgesetzt wird.

Google predigt die Strategie des Unique Content schon lange in den Webmaster Guidelines, aber auch in vielen Seo-Foren wird daruf hingeweisen, individuelle Inhalte zu schaffen, auch wenn der Fokus hier häufig ein anderer ist.

Prinzipiell sind zwei Formen von Unique Content denkbar:

Individuelle…

Texte die in bezug auf Satzbau und Wortwahl “einzigartig” sind und in dieser Form nur einmal im Netz existieren. Der eigentliche Inhalt dieser Texte ist dann jedoch beliebig, austauschbar und lässt sich tausendfach im Netz finden. Der Fokus in den Seo-Foren liegt häufig auf dieser Form des Unique Content und in Artikelverzeichnisssen wird er tausenfach reproduziert.

Die Strategie: Erstelle eine Vielzahl solcher Texte, versorge das ganze mit ausreichend Links und kämpfe Dich an die Spitze der Suchergebnisse vor. Eine Praxis, die immer (noch) recht gut funktioniert.

… und einzigartige Inhalte

Die andere Variante des Unique Content (welche Google vermutlich im Sinn hat) bezieht sich auf inhaltlich einzigartige Texte: Hier geht es primär darum, Inhalte zu schaffen die es in dieser Form noch nicht gibt, die ein Thema unter einem neuartigen Aspekt beleuchten oder einfach qualitativ besser sind als der Rest.

Das Erstellen solcher Inhalte ist bereits heute schon lohnenswert und vermutlich wird die Zukunft langfristig geplanter Projekte und Webseiten in Internet im wesentlichen (auch) von dieser Form des Unique Content abhängen. Hier einige Überlegungen:

  • Gute und/oder freiwillige Backlinks sind leichter zu bekommen. Heute schon. Auch wenn einzigartiger Content das Linkbuilding vielleicht nie vollständig ersetzen kann, hilft er doch ungemein und sorgt für frische Energie abseits des SEO-Sumpfs.
  • Das Ziel einer Suchmaschine ist es, die besten Seiten aus der Nutzerperspektive nach vorne zu bringen. Google hat also kein wirkliches Interesse daran, die immer gleichen Inhalte dauerhaft zu unterstützen und wird sich in dieser Richtung definitv weiterentwickeln. Personalized Search ist hier nur ein mögliches Beispiel.
  • Die Webseite hat später bessere Chancen, generell unabhängiger von den Suchmaschinen zu werden und Traffic auch aus anderen Quellen zu generieren.
  • Gute Inhalte erzeugen “Trust” bei den Nutzern und erleichtern direkt oder indirekt die Monetarisierung der Webseite, egal ob es sich um einen Shop, ein Affiliate-Projekt oder eine andere Form des Geldverdienens handelt.

Die Anzeichen sprechen meiner Meinung nach dafür, dass Google in bezug auf die angesetzten Qualitätsmaßstäben hier zukünftig ernst machen könnte. Es lohnt sich daher verstärkt darüber nachzudenken, wie meinen seinen Projekten echten Mehrwert mit auf den Weg geben kann.

Ein Kommentar

  1. Gerald Mann sagt:

    Dem kann ich so nur zustimmen. Als zusätzlichen Tip würde ich noch angeben den Content “permanent” zu erweitern und zu verbessern…

    Grüße aus Münster

    Gerald

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